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Erlebnisberichte

Musik und Worship in Timor Leste


Tabea arbeitet als Kinder- und Jugendarbeiterin für ein Jahr im Jugendprojekt «Esperança» in Osttimor.




Wie wichtig ist Musik, sind Lieder oder ist der Tanz in der Kultur der Menschen? Werden da auch Botschaften vermittelt oder ist es einfach zur Freude und Unterhaltung?

«O TIMOR HAU HADOMI O, HADOMI-DOMI-DOMI, HADOMI TEBES O….»
(O TIMOR ich liebe dich, liebe-liebe-liebe, liebe dich wirklich …)
Diese Zeile aus dem bekannten, traditionellen, «Timoresischen Lied» wiederspiegelt die Liebe der Timoresen zu ihrem Land.

Die Timoresen sind stolz auf ihr «Timor Lorosae» und singen drüber und tanzen dazu. Ihre Lieder erzählen von der Schönheit des Landes aber auch von der Brutalität, die Osttimor während der vielen Jahre Unterdrückung und Krieg durchlebte. Und die Timoresen singen viel über das meistbesungene Thema: Domin! Liebe!

Musik ist definitiv sehr wichtig für die Timoresen und deren Kultur! Die traditionelle Musik ist als tebe oder tebe-dai bekannt und wird an zeremoniellen Anlässen gespielt, wie kirchlichen– oder Regierungsanlässen, Einweihung einer uma lulik (traditionelles, geweihtes Haus), der Reisernte und für ausländische Würdenträger. Korematan ist stark durch Country, Western und Portugiesischem Folk geprägt. Gruppen von fünf bis neun Musikern singen und spielen Violine, akustische Gitarre und Bass, Banjo oder Mandoline und eine Trommel.

Tabea, du selber hast eine Leidenschaft für Musik und Worship. Wie kannst du diese Leidenschaft in deinem Kurzzeiteinsatz einsetzen?
Da die Timoresen ein Herz für Musik haben, (aber auch Gott), ist dies auch wichtiger Teil in «Esperança» (Hoffnung), dem Kinder – und Jugendprojekt, hier in Dili. In jedem Programm wird gesungen und musiziert. Die Kinder und Teenager lieben es. Wir haben zwei Teenie-Bands, die sich regelmässig zum Üben treffen und dann auch jeweils im Kinderprogramm für die jüngeren Kids spielen.

Gott schenkte mir die Gabe und Leidenschaft Lieder zu schreiben, auch Lieder in Tetum, der lokalen Sprache. So darf ich dies hier in den Programmen und im Alltag, wenn wir zusammen musizieren einbringen. Mit ein paar Teenagern, sind wir auch gemeinsam am Lieder kreieren. Es ist eine super Möglichkeit, über die Texte zu diskutieren.

Was macht dir beim musizieren mit den Kids und Teens am meisten Freude und wieso?
Musik «spricht» zu Herz, Seele und Geist. Musik macht einfach Freude! Am meisten Freude macht es mir, wenn ich merke wie die Kids und Teens, den Inhalt der Lieder verstehen und sie von Melodie und Text berührt werden. Es macht Freude wenn sie begeistert mitsingen. Es macht Freude, auf unserer Veranda oder wo auch immer, zu sitzen und einfach gemeinsam zu klempern, zu singen oder Lieder und Melodien zu kreieren.

Du schreibst, dass ihr zusammen unter anderem auch eigene Lieder komponiert. Wie macht ihr das? Oder wie passiert das? Was für Texte braucht ihr beim Komponieren?
Unterschiedlich. Manchmal haben sie die Melodien aber es fehlen die Worte oder sie haben Worte aber keine Melodie und so können wir die Lieder gemeinsam ausarbeiten. Oder Melodie und Text entstehen parallel. Manchmal haben sie den Text, aber der passt nicht in den Rhythmus der Melodie und so brauchen sie da etwas Unterstützung. Die Lieder handeln von Gott, Alltagsthemen, was gerade so durch Kopf und Herz geht.

Während meiner Zeit hier, wurde mir neu bewusst, was für einen Segen es ist und sein kann, Gottes Wort in Melodien zu weben. Mit Hilfe von Melodien können die Menschen, die Texte schneller einprägen. So nehme ich oft Bibeltexte die mich berühren um sie in Lieder zu wandeln. In den Kinderprogrammen nehmen wir momentan das Leben Jesu hier auf Erden näher unter die Lupe und so versuche ich, die einzelnen Geschichten wie zum Beispiel, Petrus der auf dem Wasser lief …, in Lieder zu schreiben.

Was ist dein Anliegen für die gemeinsame Zeit des Musizierens?
Ich hoffe und bete, dass diese Kinder und Teenager zu verstehen beginnen, um was es bei Anbetung geht und wie sie ihre Talente, speziell im Bereich Musik brauchen können um anderen Segen zu bringen und Gott anzubeten.

Mein tiefer Wunsch ist, dass Gottes Geist durch die Melodien und Texten zu den Timoresen spricht, damit sie erfahren und verstehen wer Gott wirklich ist und wer sie in Ihm sind und werden können. Möge dieses Verständnis sie dazu bewegen, ihrem Schöpfer und Retter, Jesus, zu vertrauen, ihm nachzufolgen und ihn anzubeten!

Möge Jesaja 42,10 für die Insel Timor wahr werden!
Singt dem herrn ein neues lied, seinen ruhm vom ende der erde: Es brause das meer und seine fülle, die inseln und ihre bewohner!


Hast du Lust auf einen Einsatz? Dann melde dich unter wecup@wec-international.ch.




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