Leben, wo sie leben

Die Flüchtlingskinder haben (zu)viel erlebt… „Ich spielte mit meinem Freund draussen. Weil ich meine Spielsachen holen wollte, ging ich zurück ins Haus. Dann hörte ich den lauten Knall eines Panzergeschosses. Als ich wieder hinausging, war von meinem Freund nichts mehr übrig als einzelne verstreute Körperteile!“

 „Wir hörten die Flieger kommen und versteckten uns draussen im Garten. Dort mussten wir zusehen, wie unser Haus zerbombt wurde und sich in eine Staubwolke auflöste. Ich weinte und hatte schreckliche Angst!“

Diese Aussagen machten Kinder in einem WEC-Kindergartenprogramm im Nahen Osten. Rund 100 syrische Kinder nehmen jährlich an den zwei Kursen teil, die vier oder sieben Monate dauern. Der Kindergarten gibt ihnen die Möglichkeit, von den mit Menschen überfüllten Wohnungen, wo der Krieg täglich ein Thema ist, zu entfliehen und etwas Schönes zu erleben.

Der Kindergarten ist ein geschützter Ort des Spielens, des Lernens und der Kreativität. Durch Maltherapien haben die Kinder die Möglichkeit, ihre traumatischen Erfahrungen aufzuarbeiten. Zudem werden sie gezielt auf die Schule vorbereitet und der Kontakt zu ihren Familien bringt etwas Stabilität in ihr Leben.

Verantwortlich für diesen Kindergarten ist ein junges Ehepaar das seit über drei Jahren im Nahen Osten lebt. Es ist ihnen ein Herzensanliegen, zusammen mit den lokalen christlichen Lehrerinnen diese Kinder individuell zu fördern und sie auf dem Weg ihrer Kriegstrauma-Bewältigung zu begleiten.

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