Leben im afrikanischen Dorf

Leben im afrikanischen Dorf

Leben, wo sie leben

Es ist 7:30 Uhr. Man spürt bereits die Hitze der Sonne. Die Vögel singen in den Papaya­bäumen in unserem kleinen Garten. Ich verlasse unsere Hütte und begebe mich in den Hof, wo ich Nee Khadjatou begrüsse, die schon daran ist, Kleider zu waschen und Nee Kumba, die Wasser schöpft.

Meine morgendliche Begrüssung gilt auch Naana, der Grossmutter der Familie, die mir von ihren Rückenschmerzen erzählt. Und ich komme vor die Hütte Maamas, des Grossvaters, welchem ich Gottes Frieden für diesen Tag wünsche. Er bereitet sich vor, um wie jeden Morgen am Strassenrand Brot zu verkaufen.

Diese morgendlichen Begrüssungen sind mehr als ein blosses Ritual. Durch sie erkenne ich, ob es allen in der Familie gut geht und ob nicht eine schlechte Nachricht den nächtlichen Schlaf gestört hat.

Nach dem Frühstück schnappe ich mir mein Fahrrad, radle aus Kounkané hinaus, überquere die Reisfelder und begebe mich ins Nachbardorf. Ein Freund war krank. Ich werde fragen, wie es ihm jetzt geht. Wir setzen uns zusammen in den Hof seines Hauses. Wir sprechen über seine Familie, die Ernten, die Schwierigkeiten des Lebens und die Hilfe Gottes. Ich habe einen Psalm mitgebracht, den wir soeben übersetzt haben, um ihn mit ihm zu lesen.

Möchten Sie diesen Artikel in voller Länge lesen? Bestellen Sie unser Magazin „Weltweit“ (zweimonatlich, Fr. 20.-/Jahr).
2017-01-10T08:21:14+00:00