Leben, wo sie leben

Mongolei – Nomaden, Jurten, Pferde und unberührte Natur sind Bilder, die man spontan mit diesem Land verbindet. Rund die Hälfte der Mongolen lebt aber in einer Welt, die kaum in einem krasseren Gegensatz zu dieser Landidylle stehen könnte: in der Hauptstadt Ulaanbaatar.

Baukrane, Bagger, Trax und Betonmischer stehen überall. Ulaanbaatar wächst explosionsartig und hat sich in den letzten zehn Jahren so sehr gewandelt, dass es kaum wieder zu erkennen ist. Auf der einen Seite schiessen Bürohochhäuser und Wohnblocks im asiatischen Grossstadtstil wie Pilze aus dem Boden, auf der anderen Seite wachsen die sogenannten Jurtenquartiere immer weiter die Hügel am Stadtrand hinauf. Statistiken sagen, dass jede Minute eine Familie mit ihrer Jurte vom Land in die Hauptstadt zieht. Dieses Wachstum macht sich vor allem an der Luftqualität bemerkbar. Während den langen, eisig kalten Wintermonaten hängt eine dicke Smogglocke über der Stadt.

Seit dem Fall des Kommunismus vor rund zwanzig Jahren sind viele christliche Gemeinden entstanden. Nach dem anfänglichen Feuer machen sich aber nominelles Christentum, Wohlstandsevangelium, Gemeindespaltungen und Konkurrenzdenken unter den Pastoren breit. Vor allem die zweite Generation jugendlicher Christen sehnt sich nach Vorbildern im Glauben. Wie sieht authentisches Christsein aus in dieser von Alkohol, Bestechung und Unmoral geprägten Gesellschaft? Wo sind die Leiter, die kompromisslos und ungeheuchelt ihre Werte leben? Würde Jesus Wodka trinken, Affären vertuschen oder sich bei Meinungsverschiedenheiten prügeln?

Gelebte Nachfolge und Jüngerschaft, besonders für die junge Generation, liegen unseren Mitarbeitern besonders am Herzen.

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