Ich sah wie in einem Film vier ältere Frauen, die mich mit der Hand zu sich winkten. So als wollten sie sagen:«Komm zu uns!»

Mein Wunsch war es immer, nach meiner Pensionierung einen Auslandseinsatz zu machen. Zu meiner Pension schenkte mir Gott das Wort aus Hebräer 4,9-10 «Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken. Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen.»

MEINE BERUFUNG
So genoss ich also mein Sabbatjahr mit der Aussicht, danach eine neue Herausforderung anzunehmen. Anfang März 2018 konnte ich eine Reise nach Israel machen. Ich fand mich sehr bewegt auf dem Rückflug weinend im Flugzeug wieder. Ich, die wenig weine, konnte beim Starten des Flugzeuges meine Tränen nicht zurückhalten. Da ich aus Erfahrung wusste, dass dies höchstwahrscheinlich etwas mit Gott zu tun haben musste, nahm ich das Gespräch mit Ihm auf: «Jesus, was möchtest Du mir sagen? Soll ich hierher zurückkehren und einen Volontäreinsatz leisten? Ich komme schon, wenn dies dein Wille für mich ist, aber ich habe so viele Menschen in Israel gesehen, die als Volontäre aktiv waren. Meines Erachtens hat es dort doch genug.»

Nachdem ich ein wenig mit meinen Sitznachbarn geplaudert hatte, fiel ich in einen leichten Schlaf. Und dann
kam das, was mich seither bewegt! Ich sah wie in einem Film vier ältere Frauen, die mich mit der Hand zu sich winkten. So als wollten sie sagen: «Komm zu uns!» So deutlich ich diese vier Frauen sehen konnte, so klar war mir das Land in Zentralasien vor Augen, aus welchem sie stammten. Hmm, wo genau liegt denn dieses Land? Ich hatte wirklich keine Ahnung. Dennoch war ich sicher, dass es Einheimische sein mussten, die mich riefen.

EIN PAAR MONATE SPÄTER…
… fand ich mich in meinem «Traum-Land» wieder. Kann das wirklich sein? Und dieses Mal war es definitiv kein Traum mehr. All jenen, welche ich von meiner Vision erzählte, staunten entweder oder zweifelten.

Am meisten staunte ich jedoch selbst, als ich tatsächlich eine der Frauen aus meiner Vision mit eigenen Augen sah. Tränen rannen mir über mein Gesicht und mein Herz hüpfte, so wie es in der Bibel beschrieben wird, als Maria Elisabeth besuchte und ihr Kind im Mutterleibe hüpfte. Überwältigt schloss ich diese Frau in meine Arme.

UND NUN?
Ich frage mich auch über den Kurzzeiteinsatz hinaus, was das alles bedeuten könnte. Bin ich eine «Rufende in der Wüste», die ältere Menschen ermutigen darf, sich auch im Alter noch rufen zu lassen? Oder darf ich jüngere Leute motivieren, sich auch um ältere Menschen zu kümmern; jene, die schon so nahe an ihrem irdischen Lebensende stehen? Allein schon die Tatsache, dass Gott mir diese Vision der vier älteren Frauen gab, bewegte die Menschen, darüber nachzudenken: «Was machen wir eigentlich für ältere Menschen?»

LASS AUCH DU DICH BERUFEN
Jesus sagt im Johannesevangelium: «… Wenn er die eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.» Berufung, soglaube ich, ist ein Grundgedanke Gottes. Wenn wir seinem Ruf folgen, leben wir in unserer Berufung. Alle Menschen sind von Gott berufen, Seinen Willen zu erkennen und diesen auch zu tun. Auch wenn dies in unserer vom Individualismus geprägten Welt manches Mal nicht immer mit unseren eigenen Vorstellungen übereinstimmt. Die Frage ist: Nehmen wir seinen Ruf an?

Ich weiss, nicht immer gibt Er uns so klare Bilder, wie ich dies erlebt habe. Aber ich möchte dich ermutigen: Er möchte deine Gaben nutzen, um sein Reich zu bauen. Also höre seinen Ruf und gehe mit Ihm den Weg, den Er für dich ganz persönlich bereit hat.

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