«Du sollst fröhlich sein vor dem Herrn deinem Gott über alles, was deine Hand erworben hat.» 5. Mose 12,18

Der Übergang von Japan als Industrieland, wo alles gut geplant und ausgeführt ist, zu Zimbabwe, einem Entwicklungsland, wo sich vieles verschlimmert, war nicht einfach.

Ende 1999 verliessen wir Japan, um uns in Zimbabwe nieder zu lassen mit dem Ziel, eine Berufsschule für benachteiligte Jugendliche zu gründen. Jemand warnte uns, dass die ökonomische und politische Situation in Zimbabwe zu schlecht seien, um unsere Pläne zu verwirklichen. Aber wir wussten, dass der Zeitpunkt richtig sei. Gott wusste, was bevorstand. Wären wir zwei Monate später gekommen, wäre das erworbene Land in die Hände der Siedler gefallen, die durch Mugabes Landreformprogramm mit unserem Grundstück liebäugelten.

BENZIN ABENTEUER

Wir fanden eine Benzinkrise vor. Wir brauchten es, um unser Haus und die Schule zu bauen. Wir erinnern uns, wie Gott für uns sorgte. Eines Tages sah eine Garagenbesitzerin unseren Lastwagen in einer kilometer langen Autoschlange ankommen. Sie forderte uns auf, direkt zur Pumpe zu kommen.

«Was ihr tut ist es wert, dieses Benzin zu erhalten», sagte sie. Der 100 l Tank wurde voll. Wir durften sogar einige 200 l Behälter füllen. Dieses Benzin machte es möglich, unser Haus zu bauen, so dass wir am 26. November 2000 einziehen konnten.

Das Abenteuerleben hat begonnen, und wir freuten uns über jeden Fortschritt.

BERACHAH PROJEKTE

Von dieser Zeit an fingen Leute an, zum Gottesdienst zu kommen. Einige kamen zum Glauben und liessen sich taufen. Unsere Heimatgemeinde in Harare sandte und unterstütze Pastor Mavesere mit seiner Familie.

Nach ihnen folgte Pastor Moyo mit Familie, die noch bis heute bei uns sind. Die ,Berachah Baptist Church‘ (die Gemeinde die mit Hilfe der beiden Pastoren gegründet wurde) machte Bausteine und verkaufte sie. Mit dem Erlös kaufte sie ein 2ha grosses Grundstück, wo ein Gemeindehaus und eine Primarschule gebaut werden sollen.

Die Berachah Berufsschule hat in einem Nähkurs Mädchen ausgebildet, die unterdessen heirateten und ihre Familien durch Nähen unterstützen können. Volontär-Schreiner bildeten junge Männer aus, während nötige Treppen etc. für unser Haus und Schule produziert wurden.

Andere lernten Zaun herstellen, als Fruchtbäume und andere Plantagen Zaun brauchten. Seit Solar-Installation notwendig wurde, werden auch darin Leute ausgebildet.

Durch den Kindergarten wurde Kindern der Einstieg in die Schule erleichtert. Die Eltern baten uns, auch eine Primarschule anzubieten.

VON FREUDE MOTIVIERT

Es ist keine leichte Aufgabe, aber sie ist es wert, Zeit, Energie und Finanzen darin zu investieren. Freude hat uns motiviert, dranzubleiben. Durch Herausforderungen haben wir gelernt, Gott zu vertrauen, innovativ zu sein und nützliche Ideen zu verwirklichen, um die nötigen Resultate zu erreichen.

Diese Worte aus Psalm 126, 5-6 machen uns Mut: «Die mit Tränen sähen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.»

Autoren: M. und N.

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