«Denn dieser mein Sohn war tot und ist ins Leben zurückgekehrt. Er war verloren und ist wiedergefunden worden.» Lukas 15,24

Wir sind im Auto unterwegs zu einem Pflegeheim. Marina ist in Europa aufgewachsen und folgt Jesus nach. Sie möchte, dass wir ihren Vater besuchen. Es ist ihr ein Anliegen, dass er mit Gott versöhnt Abschied nehmen kann.

ALI BEGEGNET DEM MESSIAS

Er spricht nur einen Dialekt aus Nordafrika. Ali freut sich über das Gespräch in seiner Muttersprache und ist erstaunt, dass wir ihm Sonntagsschullieder vorsingen können, die er versteht. Er warte sehnlich auf diese Besuche, sagt Marina. Ben hat immer wieder Gespräche mit Ali.

Einmal erklärt er ihm Folgendes: «Dieses Papier ist ganz weiss. Wenn wir etwas darauf schreiben oder zeichnen, ist es schmutzig.

Was passiert, wenn wir einen Radiergummi nehmen und alles ausradieren? Dann ist das Papier wieder weiss. Und gerade so wischt der Messias unsere Sünden weg, so dass wir wieder rein sind.» Das lässt sich auf Arabisch besonders gut erklären. Das Wort «Ma- SaHa» heisst wegwischen. Und «Ma- SiiH» ist der Name des Messias auf Arabisch. Ali versteht dies und nimmt das Angebot der Vergebung durch Jesus Christus an.

Er ist alt und schwer krank und stirbt bald darauf. Jedoch herrscht grosse Freude für Marina und uns, dass Ali jetzt beim Vater ist.

MAHMUD ENTDECKT DEN WAHREN GOTT

Mahmud ist in Europa aufgewachsen. Seine Eltern sind aus Nordafrika. Schon jung spürt er, dass Gott existiert, aber dass der allmächtige HERR irgendwie anders ist, als was er über ihn in seiner Umgebung erfährt. Diese Gegenwart Gottes verlässt ihn nicht, trotz all seiner Um- und Abwegen in den folgenden Jahren. Zu einem bestimmten Zeitpunkt bittet er Gott inständig, dass er ihm eine Person sende, die ihm weiterhelfen könne.

Und tatsächlich trifft er Sabine, die er vor vielen Jahren kennen gelernt hatte. Sabine ist in der Zwischenzeit eine Nachfolgerin von Jesus geworden. Sie wird mit uns in Verbindung gebracht, da sie selbst zu wenig über den Glaubenshintergrund von Mahmud weiss . So trifft Ben sich regelmässig mit Mahmud zu Gesprächen und Bibelstudium. Einmal diskutieren sie auch zusammen über die verschiedenen Tötungen, die durch streng Gläubige im Namen Gottes verübt werden. Da sagt Mahmud: «Das sind keine echten Gläubigen, denn Gott hat solches Morden nicht geboten.»

Ben kann Mahmud dann in seinem «Heiligen Buch» Schriftstellen zeigen, die eindeutig das Töten befehlen. Daraufhin sagt Mahmud, dann wolle er nicht bei seinem alten Glauben bleiben, sondern zu Jesus gehören. Seit einigen Jahren ist er jetzt mit dem Herrn unterwegs. Seine grosse Familie aus Nordafrika hat den Kontakt mit ihm abgebrochen, was ihn sehr schmerzt. Er hat jedoch in seiner Gemeinde eine neue grosse Familie gefunden.

Er spricht auch mit seinen Bekannten und Nachbarn über seinen neuen Herrn, den Messias.

Autoren: B. und V.

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