«Der Unterdrückte aber ist nicht für immer vergessen, und die vom Leid gebeugt sind, müssen ihre Hoffnung nicht aufgeben.» Psalm 9,19

Südafrika ist das einzige Land, in dem Löwen und Pinguine einheimisch sind. Man sieht fünf Stern Safaris, luxuriöse Häuser und Autos neben viel Not, Armut, Missbrauch und Hoffnungslosigkeit.

Gott hat uns und das ganze Lighthouse Team berufen, um vor allem benachteiligten Kindern die Frohe Botschaft zu bringen. Vor neun Jahren sind wir nach Hartbeespoort umgezogen, wo Touristen sich an der Bergbahn, Bootsfahrten, dem Schlangenpark und anderen Attraktionen erfreuen.

Wir konzentrieren uns auf die armseligen Wohngebiete an der Peripherie. Eines von diesen heisst 10 Zimmer (hergeleitet von zehn pro Zimmer), wo sich viele der Arbeitssuchenden, hauptsächlich Ausländer, niedergelassen haben.

Aus der Hoffnungslosigkeit zum eigenen Geschäft

Ich traf einen orientierungslosen jungen Mann an, der vom Land hierherkam und sich eine bessere Zukunft wünschte. Als Seelsorgerin wusste ich, dass Verbesserung zuerst im Herzen stattfinden muss.

Vincent durfte innere Heilung erleben. Nachdem er den Kurs für eine Arbeit unter Kindern absolvierte, half ich ihm beim Aufbau eines Lighthouse Clubs. Viele Kinder durften seitdem neue Hoffnung und Frieden finden, auch wenn sich die äusseren Umstände kaum verändert haben.

Vincent bekam einen tollen lokalen Mentor, der ihm die weitere Schulbildung ermöglichte. Heute ist er der Inhaber eines Holzkohleunternehmens.

Wenn der Same Frucht bringt

Gott hat ein besonderes Herz für die Notleidenden. Dazu braucht er Mitarbeiter, die das auch praktisch zeigen. Es braucht Geduld und Ausdauer, mit den Kindern den Weg ins Erwachsenenalter zu gehen.

Es lohnt sich jedoch zu sehen, wie zum Beispiel Lydia, die ich vor acht Jahren zum Herrn führte und ihr zuhause auf ihrem Lehmboden das Stricken beibrachte, heute selbständig im nächsten Dorf einen Lighthouse Club führt.

Auch sie brauchte Seelsorge, Begleitung, eine Brille und weiterhin Schultransport, Kleider und Nahrungsmittel. Bei mir lernte sie zu backen. Mit dem Erlös des Verkaufs von Muffins an der Schule muss sie wenigstens nicht mehr ihre Kleider verkaufen, um den Schulbus zu bezahlen.

Heute treffe ich sie jeden Freitagnachmittag, um ihr beim Vorbereiten des Lighthouse Club Programms zu helfen. Beim Backen und Stricken kann ich zuhören und sie ermutigen, damit auch ihr Zeugnis Kreise zieht.

Die Nöte sind real, aber Gott ist grösser. Betet, dass noch viele Jungen und Mädchen den Weg zu Gott finden, innere Heilung erfahren und so eine Zukunft aus Armut und Ungerechtigkeit möglich wird.

Autoren: Esther und Urs

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