Hebammenprojekt

Tschad

Häusliche Hebammenbetreuung

Auf der Weltrangliste der Müttersterblichkeit liegt der Tschad mit 784 per 100.000 Lebendgeburten auf den letzten Plätzen ( https://data.who.int/countries/148). Im Jahre 2017 lag diese Zahl noch bei 1140, hat sich also verbessert. Die Ursachen sind trotz allem aber vielfältig.

K. arbeitet seit 2014 im Osten des Landes. Am Anfang selber oft im direkten Kontakt zu Schwangeren durch Schwangerschaftsvorsorge und Hausbesuche, ist K. jetzt nur noch unterstützend in der Anleitung, Ausbildung und Stärkung einheimischer Hebammen, Kliniken und Christen tätig.

Das Ziel der Arbeit ist:

  1. Frauen während, unter und nach der Geburt zu betreuen, damit sich diese Zahl weiter verringert.
  2. Frauen und ihre Familien in medizinischen und sozialen Fragen aufzuklären, damit sich ebenfalls die hohe „Geburten pro Frau“ Rate im Tschad verringert, Kinder umfassender betreut werden und Kinder und ihre Eltern in einem sicheren Vertrauensverhältnis aufwachsen.
  3. Die Stärkung von einheimischen Strukturen, insbesondere die praktische Unterstützung der Kirchenklinik in Abéché in ihren Aufgaben in der Geburtshilfe und besonders auch in der praktischen Anleitung und Ausbildung von Hebammen.
  4. Die allgemeine Stärkung von Familien in Krisen durch praktisch gelebte Liebe und Weitergabe des Evangeliums in Tat und Wort. Mobilisation einheimischer Christen zur Evangelisation.

Um diese Ziele zu erreichen ist K. in folgenden Tätigkeiten involviert:

  • Privater Hebammendienst mit Hausbesuchen, Aufklärungsarbeit und Hausgeburten. Was möglich ist, kauft K. vor Ort. K. stärkt einheimische Initiativen indem K. unter anderem Babynahrung aus Hirsemehl von einer lokal ansässigen Frau kauft. Ausrüstungen und die Beanspruchung von einheimischen Transportdiensten sind hier ebenfalls möglich und unterstützen die Wirtschaft.
  • Die Unterstützung der Kirchenklinik „Centre de Santé évangelique“ durch Durchführung kleinerer Baumaßnahmen, Verbesserung der Stromversorgung, Herstellung von Möbeln, Reparaturen der Ausrüstung und Erwerbung von speziellen Medikamenten. In Kommunikation mit dem leitenden Krankenpfleger L. verbessern diese Maßnahmen die Ausrüstung und das medizinische Angebot der Kirchenklinik. Zusätzlich unterstützt K. die Klinik in der Ausbildung von Praktikanten in dem K. Lehrposter, Lehrmaterial und Bücher bereitstellt. In ihrer Arbeit unterstützt K. auch zeitweise private tschadische Hebammen und besorgt Ausrüstung, die es so im Tschad nicht gibt.
  • Praktische und finanzielle Hilfe von lokalen Kirchen, der EET und der ACT (Eglisé évangelique du Tchad und Assemblée chretienne au Tchad), die in der direkten Hilfe von sudanesischen Flüchtlingen aktiv sind. Einheimische Christen zu ermutigen, selber das Evangelium weiterzugeben, ist K. und ihrem Team sehr wichtig.
  • Gezielte und punktuelle finanzielle Unterstützung von armen Familien, die K. durch ihre Arbeit als Hebamme kennenlernt. So hat K. schon für Familien ein Pferd, einen Pflug für die Feldarbeit und Wasserfilter gekauft. Auch die Gabe von Minikrediten um einen kleinen Marktstand oder Minigewerbe zu beginnen, sind möglich. So möchte K. das Evangelium in Wort und Tat weitergeben.

Autor: K.K.

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