Kindergarten und Freizeitprojekt

Nahen Osten

Durch unsere Arbeit mit einem Hilfswerk im Naher Osten kommen wir mit verschiedensten Personen in Kontakt. Menschen mit beinahe jeder Begabung und Ausbildung können den Leuten vor Ort dienen.

Da ist einerseits ein Kindergarten, den unsere NGO (Nichtregierungsorganisation) seit einigen Jahren führt. Es ist ein ärmeres, sehr konservatives Quartier am Stadtrand, in dem unsere Leute arbeiten. Aktuell besuchen 45 Kinder unseren Kindergarten. Es gibt auch noch einen öffentlichen Kindergarten an diesem Ort. Normalerweise steigt die Zahl der Kinder in unserem Zentrum im Verlaufe des Schuljahres an. Dies ist so, weil die Lehrpersonen des öffentlichen Kindergartens teilweise so grob mit den Kindern seien, dass einige von ihnen sogar Albträume bekämen, wie uns die Eltern unserer Neuzugänge erzählen. Deshalb wechseln viele Kinder irgendwann zu uns. Ein zentraler Grund für die ermutigende und liebevolle Atmosphäre in unseren Räumen ist die Leiterin unseres Kindergartens. Sie teilt unseren Glauben und durch sie werden die Werte unseres Herrn an diesem Ort sichtbar, auch ohne, dass wir unsere Botschaft mit Worten teilen. Während im Kindergarten ausschliesslich lokale Frauen arbeiten, bieten wir in diesem Zentrum je nach Kapazität noch weitere Aktivitäten für Kinder und deren Familien an.

Durch die Arbeit in diesem Quartier ist noch ein zweites Projekt entstanden: Freizeitaktivitäten für Kinder in einem Dorf, das etwa eine Stunde von uns entfernt liegt. Während es in unserer Stadt von Hilfswerken nur so wimmelt, gab es für die 300 Familien in diesem Dorf bis vor kurzem keine Freizeit- und Bildungsangebote. Heute spielen die Jungen nicht nur Fussball, sondern sie haben sogar einen Coach, und statt sich mit YouTube-Videos begnügen zu müssen, kommen sie nun in den Genuss eines altersentsprechenden Englischunterrichts.

In unserem Sommerprogramm hatten wir teilweise über 100 Teilnehmer. Es ist aber nicht nur das lebhafte Gewusel, das unsere Herzen mit Freude erfüllt, sondern auch die wachsenden Freundschaften mit verschiedenen Familien im Dorf. Die aussergewöhnliche Gastfreundschaft und Unkompliziertheit dieser Menschen haben uns so manch unbeschwerte Zeit beschert, so dass wir oft nur ungern in die Stadt zurückkehren. Besonders wertvoll ist unsere Freundschaft mit einem der Lehrer der Dorfschule. Er und seine Frau haben ihr Haus immer wieder bereitwillig für uns und unsere Freunde geöffnet. Geburtstagspartys, Weihnachts- und Osterfeiern haben schon in ihrem Wohnzimmer stattgefunden. Zu manchen dieser Anlässe kamen so viele Gäste, dass wir kaum genug Platz hatten, uns zum Essen hinzusetzen. So freuen wir uns, wenn dieses Haus nicht nur viele schöne Erinnerungen beherbergt, sondern auch etwas spürbar wird, von dem was uns am Herzen liegt.

L.

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