Eine Freundin und Mitarbeiterin nimmt uns in ihr Erleben hinein:
Viele Kinder wachsen hier in Südasien unter schwierigen Umständen auf: In Armut, zerbrochenen Familien… Meine Nachbarin nimmt sich oft viel Zeit für Kinder, die ans Tor kommen oder Kinder von armen Freundinnen, die sie besuchen. Manchmal wird gestickt, manchmal gemalt, manchmal gespielt. Etwas Freude, etwas Lachen, jemand der zuhört. Kürzlich hat ein kleines Mädchen ein Bild gemalt …

von einem schönen, dekorierten Zuhause. Sie lebt in einem Slum, um sie herum ist viel Müll und Dreck. Doch in diesem Bild zeigt sie die Sehnsucht nach einem anderen Zuhause; einem Zuhause, wie sie es doch gar nie gekannt hat.

Die Sehnsucht nach etwas, was man nie hatte, es aber doch gibt. Das erinnert mich daran, was Jesus gesagt hat: «Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, dann hätte ich es euch gesagt. Ich gehe jetzt voraus, um dort einen Platz für euch vorzubereiten.» Das löst eine Sehnsucht in mir aus. Eine Sehnsucht nach dem Ort, wo Leiden nicht mehr ist, wo die Schönheit Gottes ungehindert genossen werden kann. Obwohl ich das nie erlebt habe, sagt die Sehnsucht in mir, dass es das zu finden gibt. Und er, der diese Sehnsucht in unsere Herzen gelegt hat, der diese Wohnungen für uns vorbereitet, er zeigt uns auch den Weg dorthin. 👣

Eine Freundin hier erklärte mir kürzlich ein dazu passendes Sprichwort aus ihrer Sprache: «Sieh nicht dein Haus als dein Zuhause an, sieh das Grab als dein Zuhause an.» 🪦🏠 Das klingt erst mal sehr makaber. Sie meinte, es sei ja so: Wir werden viel länger im Grab leben als jemals in einem Haus hier. Das sollte uns immer bewusst sein. So sollten wir im Leben für das leben, was für die Ewigkeit zählt. Das ist auch Jesu Botschaft. Er hat gesagt, dass es in unserem Leben nicht darum geht, Schätze in dieser Welt zu sammeln, sondern im Himmel. Wie sieht das heute für mich aus? Und für dich? Was ist es, das in Ewigkeit bleibt?