Einer der ersten Meilensteine setzte Gott mit Philippus, den er mit einem afrikanischen Beamten auf dessen Heimweg von Israel nach Äthiopien zusammenführte. Bei dieser «Zufallsbegegnung» konnte Philippus dem Äthiopier das Evangelium erklären. Daraus resultierten die Entstehung und das Wachstum der ersten Kirchen in Afrika.

Gott setzte seine Geschichte fort, in dem er Pioniere wie C.T. Studd vor über 100 Jahren nach Afrika führte, um die rettende Botschaft unter den afrikanischen Völkern weiter zu verbreiten. Viele Mitarbeiter folgten und neue Arbeitsfelder wurden in fast allen Ländern Afrikas eröffnet. Gott schenkte Frucht, sodass man heute in Afrika von über 200 Millionen Christen spricht.

Einen weiteren Meilenstein erlebten wir als Mitarbeiter von WEC in Afrika im Oktober 2016 in Ghana, während der alle vier Jahre stattfindenden Afrika Konferenz genannt «AFRICON».
AFRICON 2016 war geprägt von der Beteiligung und einem starken Beitrag afrikanischer Pastoren. Die meisten geistlichen Inputs gaben zwei afrikanische Konferenzredner, welche uns in eine tiefere Gottesbeziehung führten. Sechs afrikanische Leiter von Kirchenverbänden, die aus der Arbeit von WEC entstanden sind, nahmen aktiv an der Konferenz teil. Unter anderem setzten sie sich besonders ein für stärkere Zusammenarbeit über Landes-, Kultur- und Völkergrenzen hinweg.

Die Atmosphäre war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, von Respekt und Einigkeit in der gemeinsamen Liebe für unseren Gott und dem Wunsch, IHM in Afrika und darüber hinaus zu dienen. Eines der Hauptreferate hielt Louis Sutton, der Internationale Leiter von WEC. Er zeigte, dass in Afrika noch mindestens 400 Millionen Menschen keine Möglichkeit haben, das Evangelium zu hören. Es gilt weiterhin, vor allem mit den grossen islamischen Völkern in Afrika die Liebe Gottes zu teilen. Alle waren sich auch in der Tatsache einig, dass die interkulturellen Mitarbeiter von aussen diese Herausforderung nur zusammen mit Mitarbeitern aus den afrikanischen Kirchen wahrnehmen können.

Den offiziellen Start von «Acts 13» erlebten wir wie eine Antwort von Gott auf diese Herausforderung. «Acts 13» ist der neue Name des gemeinsamen Vorhabens von WEC und den afrikanischen Gemeinden, «Aussendienstmitarbeiter» zu mobilisieren und zu senden. Der Name erinnert an Apostelgeschichte 13, wo beschrieben wird, wie die Gemeinde in Antiochia die ersten Missionare Barnabas und Paulus aussandte. In Einheit und freudiger Erwartung auf das, was Gott in Zukunft noch Grosses vorhat in und durch Afrika, feierten wir damit einen weiteren Meilenstein!

Hans Rüdi & Elfi Bohl
WEC Regionalleiter Afrika